Thailand – Leben mit Erfahrung pur

Schon sechs Mal habe ich Thailand bereist. Vier mal war ich mit jeweils einem Freund bzw. einer Freundin dort und reiste herum. Dann war ich zwei Mal mit meiner Familie da. Meine Kinder waren bei ihrer ersten Thailandreise zwei und fünf Jahre alt, bei der zweiten waren sie vier und sieben Jahre alt.

Die siebte Reise war anders, denn ich reiste mit meinen beiden Kindern allein. Meine Kinder, das sind Tom, er ist neun Jahre alt und meine Tochter Anna, die 6 Jahre alt ist. Ich bin Britta und wurde während des Urlaubs 43 Jahre alt.

Der Reiseführer Faszination Thailand (Tipp von Thailand mit Kind) als E-Book für ca 6€ runterladen. Bei Nichtgefallen, gibt es das Geld zurück.

Unser Flug ging mit Kuwait Airways ab Frankfurt. Diesen Flug wählte ich, weil er günstig war. 1080€ für uns drei! Juppi, ein Schnäppchen. Nur, weil ich diesen Flug zufällig fand, habe ich überhaupt diese Reise in Angriff genommen.
Wir reisten per Zug zum Flughafen. Alles klappte richtig gut und wir waren voller Vorfreude. Der Flug startete zwar etwas verspätet, verlief ansonsten aber wie geplant, im Flugzeug hatten wir gute Beinfreiheit und das fehlende deutsche Bordprogramm störte nicht weiter. Der Service war gut. Auch der Zwischenstopp in Kuwait und der Weiterflug verliefen problemlos.
Vom Flughafen aus nahmen wir ein Grabtaxi zu unserem Hotel. Die Grabapp hatte ich mir zuvor heruntergeladen und nutzte ich ein paar mal im Urlaub. Der Vorteil ist, dass man den Preis von vorneherein weiß und man muss nicht diskutieren. Am Flughafen musste ich etwas mit dem Fahrer schreiben, da es auf Grund der vielen Menschen doch etwas schwer war den Fahrer zu finden bzw. dass er uns fand.

Unser erstes Hotel war das Isanook. Da ich alleinerziehend bin, ist mein Budget begrenzt. Durchschnittlich kostete eine Unterkunft ca. 25 € pro Nacht. Alle Unterkünfte hatten drei bis vier Sterne und einen Pool. Letzteres ist wichtig für die Kinder. Wir haben uns zu dritt immer ein Zimmer geteilt, was in Thailand kein Problem ist. Einige Hotels nehmen dann ggf. einen kleinen Aufschlag von 150 Baht für das Extrafrühstück.
Das Hotel war für den Preis toll und für die erste Nacht ein schöner Ort zum Ankommen. Leider stolperte ich und verletzte mich am Fuß, so dass ich erstmal meinen dicken Zeh verarzten musste. Im Hotel wurde mir sehr freundlich geholfen, allerdings ließ das Material zu Wünschen übrig. Also ab in die Apotheke ums Eck, denn die gibt es ja zu Hauf.
Danach aber ab an den Pool, worauf die Kinder sich freuten. Nach der doch auch langen Anreise hilft ein Sprung ins Kühle Nass beim Ankommen. Nach einer Dusche geht es dann ums Eck etwas essen. Wir essen in Thailand immer dort wo auch Thais essen. Damit sind wir bisher gut gefahren und niemandem ist bisher was passiert.

Tipp von Thailand mit Kind: Holt Euch einen Teil eurer Reisekosten zurück!

Am nächsten Tag ging dann unser Inlandsflug von Don Muang nach Suratthani mit Thai Lion Air. Der Flug war auch ein Schnäppchen, sonst hätten wir den Nachtzug genommen. Den haben wir bereits getestet und er ist definitiv eine Erfahrung und ein Erlebnis wert. Der Flug war für mich mit den beiden Kindern alleine aber attraktiver. Vom Flughafen holte uns ein Fahrer ab, den unsere Gastgeberin organisierte. Die nächste, meine Lieblingsunterkunft, werde ich nicht mit Namen benennen. Es ist mein Lieblingsplatz und das soll er auch bleiben, nämlich möglichst untouristisch und ruhig. Wir waren zwei Jahre zuvor schon einmal da und wurden freundlichst begrüßt. In dieser Unterkunft fühlen wir uns fast wie zu Hause. Wir dürfen die Waschmaschine benutzen bzw. es wird einfach so für uns gewaschen, man bringt uns auch einfach mal irgendwo hin und organisiert Ausflüge für uns. Mein kleines Paradies! Hach, war das schön dort anzukommen und in die Arme geschlossen zu werden.
Noch am gleichen Tag lernten wir Tanja und Richie (8) aus Barcelona kennen, die in der selben Anlage wohnten. Sie wollten eigentlich weiterreisen, begleiteten uns dann aber eine Woche bis zu ihrer Abreise. Das war eine Bereicherung und eine Bekanntschaft, die in Erinnerung bleibt! Danke, für diese schöne, gemeinsame Zeit ihr zwei, falls ihr das hier lesen solltet.
Ich hatte zuvor solche Bedenken, diese Reise alleine mit zwei Kindern zu machen. Was, wenn mir was passiert? Wer kümmert sich dann? Doch das wäre bei jeder Reise, egal wohin, ein Problem. Wie ist das, wenn ich die ganze Zeit nur mit den Kindern rede, lerne ich jemanden kennen, Gleichgesinnte? Hier fand ich die Antwort: ja!

Thailand mit Kind empfiehlt: Auch zu Hause Thailändisch genießen


Am nächsten Morgen sitzen wir beim Frühstück und plötzlich wird es leise und die Inhaberin kommt mit einem Kuchen mit Kerze und Blumen herein und singt „Happy Birthday“. Ich singe mit, gucke, wer wohl Geburtstag hat. Es ist allerdings auf Grund der kleinen Bungalowanlage nur noch eine weitere Familie da. Und schließlich erkenne ich als letzte, dass das alles für mich war, denn ich hatte einen Tag zuvor Geburtstag. Das war eine so schöne Überraschung! Der Kuchen, schmeckte wie ein süßer Pfannkuchen, wurde dann von mir mit allen anwenden Personen geteilt. Besser kann ein Tag nicht starten!
Anschließend mieteten wir uns Motorroller von der Unterkunft. Ich nahm im Thaistyle beide Kinder mit auf meinen Roller. Anna saß vor mir, Tom hinter mir. Das klappte wunderbar. Und allen Diskussionen zum Trotz, ich passe mich den Begebenheiten des Landes an. Allerdings fahre ich nur da, wo wenig Verkehr ist und ich es mir zutraue. Ich hatte früher selbst einen Roller, fühle mich somit im Umgang sicher. Die Kinder lieben das Fahren, dieses Gefühl von Freiheit genauso wie ich. Dieses mal trugen wir auch zum ersten Mal Helme, da sich hier ein Wandel einstellt. Viele Thais trugen mittlerweile einen Helm. Passen tun die zwar eigentlich nicht wirklich und wirklich stabil sind die auch nicht, aber wir passten uns an.
So erkundeten wir fünf die Umgebung auf zwei Rollern. Ein toller Ausflug zu einem Naturfischspa, zu wunderschönen, leeren Stränden und Märkten folgten. Auch ein Ausflug zu einem besonderen Strand folgte, zu dem man durch ein Elektrizitätswerk fahren musste. Das war schon ein komisches Gefühl!

Immer wieder fanden die Kinder Kontakt zu einheimischen Kindern und spielten mit ihnen. Sie trauten sich im täglichen Umgang ein paar brocken Englisch zu sprechen, wurden selbständiger. Es war und ist so schön zu sehen, wie viel sie lernten, über sich hinaus wuchsen. Täglich bestätigten diese Beobachtungen meine Entscheidung für diese Reise, dieses Erlebnis!
Meine Kinder sind beide blond. Immer wieder kam es noch zu Situationen, in denen sie berührt wurden, denn blonde Kinder sind Glücksbringer in Thailand. Das sollte man wissen. Je kleiner, umso mehr werden sie berührt und auch fotografiert. Bei meinen beiden ist das nun nicht mehr so häufig, dennoch grinsten sie, wenn es doch nochmal so war und waren stolz, dass sie nun jemanden Glück brachten.


Der Reiseführer Faszination Thailand (Tipp von Thailand mit Kind) als E-Book für ca 6€ runterladen. Bei Nichtgefallen, gibt es das Geld zurück.

Weiter ging unsere Reise mit dem öffentlichen Bus nach Suratthani. Zur Haltestelle brachte uns unsere gute Seele des Hauses mit dem Pritschenwagen. Die Kinder saßen auf der Pritsche, was sie natürlich toll fanden. Von Suratthani aus ging es dann weiter mit dem Zug nach Ban Krut. In dem Zug zweiter Klasse gab es sogar eine Art Stewardess und es gab ein Essen, dass aber eher ungenießbar war und an Hundefutter erinnerte.
Am Bahnhof empfing uns Michael, ein in Thailand lebender Deutscher, den ich auf meiner letzten Thailandreise kennenlernen durfte. Er hatte noch Pat mit einem Auto mitgebracht und Robert mit einem Songthaew, damit sie uns mit unserem Gepäck zum Hotel bringen konnten. Das war ein tolles Empfangskomitee!
Unser Hotel, das Na Nicha, hatte eine gute Lage. Die Zimmer waren sauber. Leider bekamen die Kinder vom Pool einen Ausschlag. Erst nach zweifacher Beschwerde wurde gehandelt, scheinbar war zu viel Chlor enthalten.
Am nächsten Tag holte Michael uns mit seinem Pickup ab. Er hatte versprochen einen Ausflug mit uns fünf zu machen. Er kam mit einer weiteren vierköpfigen deutschen Familie und auf ging es. Alle ins Auto bzw. auf die Pritsche und ab in den Dschungel zu einem wunderschönen Wasserfall, sehr imposant.

Thailand mit Kind empfiehlt: Der Inselguide Thailand – Geheimtipps von Freunden

Leider begann es genau dort zu schütten. Also fiel das Baden im Wasserfall aus und wir fuhren weiter zu einem besonderen Holztempel. Hier erklärte uns der Guide Michael einiges. Wir beteten, beklebten die Figuren mit Blattgold, genossen das Sein.
Am Abend trafen wir uns bei Pat mit allen wieder und ein paar andere Europäer, die in Ban Krut leben, ergänzten die Runde, ebenso wie Michaels Frau Mali und deren Kinder.
Ein schöner Abend in geselliger Runde mit neuen Informationen!
Leider wurde Richie am Tempel von einem Hund gebissen.
Aus Unsicherheit fuhren Tanja und Richie am nächsten Tag mit uns im Schlepptau und dem netten, immer hilfsbereiten Fahrer Michael, zum Krankenhaus. Dort wurde Richie verarztet und bekam eine Impfung. Das funktioniert in Thailand alles recht einfach und reibungslos, zwar mit Wartezeit, aber auch nicht mehr in Deutschland, eigentlich eher mit weniger.
Leider hieß es dann Abschied nehmen von unseren Reisebegleitern Tanja und Richie.
Wir genossen die ruhigen Tage am Strand und mit einer herrlichen Massage in Mali´s Massagestudio, der Frau von Michael und beendeten unseren Aufenthalt in Ban Krut mit einem Abschiedsessen mit Michale und seinem Ziesohn. Michael bestellte und was soll ich sagen, ich liebe Tammarindsauce!
Pat brachte uns am nächsten Morgen zum Bahnhof von wo aus die Reise per 3.Klasse Zug nach Prachuap Khiri Khan weiterging.

Das Hotel Hatong, war das schlechteste unserer Reise. Sehr in die Jahre gekommen. Das Personal war aber sehr freundlich und hilfsbereit.
Wir nahmen wieder einen Roller und erkundeten die Gegend. Der nahegelegene Ao Manao Strand liegt auf einem Militärgebiet. Hier muss man tatsächlich seine Ausweisnummer eintragen und überquert eine Landebahn. Schon ungewöhnlich! Da gerade das höchste buddhistische Fest stattfand, war Prachuap am Wochende von den Thais hoch frequentiert. Im Hotelpool spielte Anna mit Thaikindern mit einem Plastikdeckel eines Coffee to go Frisbee. Wie einfach doch manchmal das Spielmaterial sein kann und wie einfach integration stattfinden kann.

Am Abend auf dem tollen Abendmarkt auf der Strandstrasse wurde meine Tochter von den Thais aus dem Pool wie selbstverständlich begrüßt: „ Hello Anna!“ Das war irre.
Meine Tochter wird auf diesem vollen Markt gegrüßt!
Und der Hotelbesitzer begrüßt Anna auf englisch. „Hello, what´s your name?“ „ My name is Anna!“ „Hello Anna, where do you come from?“ „ I´m from Germany!“ „And how old are you?“ „I´m six years old!“ „How do you do?“ „I´m fine, thank you!“
Unglaublich, ich wusste nicht, dass meine Tochter das kann!

Wir besuchten in der Nähe zuvor einen Affentreffpunkt und danach das Waghor Aquarium . Für die Kinder war es ganz schön, artgerechte Haltung ist aber auch was anderes.

Anschließend ging es wieder ans Meer. Eine blau-rosa-violette Qualle lag am Strand. Unsicherheit machte sich bei uns breit. Da aber die Thais zu Genüge im Wasser waren, trauten wir uns hinein. Kurz darauf begann ein Junge mit der Qualle zu spielen. „ Aha, also ungefährlich!“ Wir genossen das Meer. Plötzlich weinte Anna, schrie. Da sie zuvor bereits wegen der Qualle etwas pingelig war, wunderte ich mich, was nun wieder ist. Ich nahm sie hoch und sah geschockt, dass ihr Fuß blutüberströmt war. Wir eilten zum Strand, ich rief :
„Can anybody help us?“ Einige Thais kamen, brachten frisches Wasser, so dass ich den Fuß abspülen konnte. Es kamen mehrere Schnittwunden zum Vorschein. Jemand legte Anna, die noch immer weinte, ein Handtuch um. Ein anderer lief los um Hilfe zu holen. Ein Polizist kam, trug Anna zum Polizeiwagen und erklärte mir, Tom solle auch bei ihm mitfahren und ich ihm mit dem Roller folgen. Ich packte somit schnell zusammen, warf mir Klamotten über und so fuhren wir zum nahegelegenen Krankenhaus. Nachdem ich geparkt hatte, war der Polizist bereits mit Anna rein gegangen. Tom saß noch im Polizeiwagen und kam nicht raus. Es war ein Pickup ohne B-Säule. Da muss man erstmal wissen, wie die Tür zu öffnen ist. Wir schafften es doch recht schnell und folgten ins Krankenhaus. Dort kümmerten sich vier Männer um Anna, sie reinigten die Wunden und verbanden sie, redeten beruhigend auf sie ein. Der Polizist gab mir tatsächlich den Polizei Wlan-Code, damit wir mein Handy für die Übersetzung nutzen konnten. Anna hatte die Bekanntschaft mit einem Schalentier gemacht. So ein blödes Viech, hätte sich ja mal vorher vorstellen können.
Alle waren sehr hilfsbereit und freundlich. Nach der Behandlung konnten wir mit dem Roller zurück zum Hotel fahren. Die Behandlung war gratis und zur Erinnerung gab es noch ein Foto mit dem Polizisten. Er machte auch eins. Wer weiß, wo wir nun so kursieren?

Nach dem Schrecken beleibt eine Erinnerung und das gute Gefühl, dass einem in Thailand geholfen wird und meine Kinder in einem Polizeiwagen mitfahren durften.

Wieder heißt es Abschied nehmen, dieses Mal von Prachuap. Weiter geht es erneut mit dem Zug, ein 3. Klasse Wagon.
Wir wurden einem Wagen zugewiesen, der nur Holzbänke an der Wand hatte. Viel Großgepäck wie Roller und Kartons fuhren mit uns nach Hua Hin, unserem letzten Ziel. Zufällig saß neben uns eine Familie aus Dortmund. Ein reger Austausch fand statt. So verging die ca. 90 minütige Fahrt für 1€ für uns drei (da nutzt man auch die Öffis!) wie im Flug. Das war ein schönes Erlebnis! Jede Weiterreise war eine Erfahrung wert. Meine Kinder fragten nie wie lange es noch dauert und sie hatten keine Filme zum gucken oder irgendwas zum Daddeln. Sie erlebten mit!
In Hua Hin war das Royal Pavillon unsere Unterkunft, eine Unterkunft mit Türsteher.
Wenn man da aus so einem Zug kommt, mit dem Gepäck und doch auch verschwitzt ist, fühle ich mich doch etwas unwohl in dem Ambiente. Die Hotelangestellten schien das aber nicht zu stören. Sie waren sehr freundlich, höflich und hilfsbereit. Der Abendmarkt lädt zum Bummeln und Shoppen ein.
Der Blackhill Waterpark ist einen Ausflug wert.
Ein Shuttlebus fuhrt dort hin, allerdings war die Haltestelle weit von unserem Hotel entfernt. Per Mailkontakt bot man eine nähere Einstiegsalternative an. Toll!

Im Bus lernten Daria und ihren Sohn Nevio (8) kennen. Sonst waren auch kein anderen Passagier da. Wir verbrachten den Tag gemeinsam im Wasserpark. Für Kinder im Grundschulalter ein ganz toller Wasserpark, der recht leer ist mit einem scheinbar hohen Sicherheitsstandard. Viel Personal passte auf, es gab Schwimmwesten und Helme. Zwischendurch kam ein ordentlicher Monsunschauer runter. Muss man auch mal erlebt haben. Danach waren alle Thais rege beschäftigt um alles wieder aufzuräumen, zu säubern und zu trocknen. Ein toller Tag, der damit endete, dass wir die Dortmunder Familie zunächst auf der Hoteleinfahrt auf ihren Rollern wiedertraffen und später nochmal auf dem Nachtmarkt. Unglaublich, das in Hua Hin!

Am nächsten Tag trafen wir uns mit Daria und Nevio, erkundeten Hua Hin etwas. Wir fuhren mit Songthaews, die beiden mit dem Roller. Mir ist in Hua Hin zu viel Verkehr, das traue ich mir nicht zu. Am Abend shoppten wir zum Abschluss, denn schon am nächsten Tag ging es zurück. Wie kann die Zeit im Urlaub nur immer so rasen?

Am nächsten Morgen gönnten wir drei uns noch eine Massage. Tom und Anna lieben das genauso wie ich. Ich gönnte mir auch noch eine Pediküre. Leider wird die Zeit knapp, da wir mit dem Bus direkt zum Flughafen fahren wollten. Somit bleib keine Zeit mehr zum Nagellacktrocknen. Ich bekam dann ein Paar Flipflops geschenkt, da ich Turnschuhe anhatte. Ja, so sind sie – die Thais!


Thailand mit Kind empfiehlt: Der Inselguide Thailand – Geheimtipps von Freunden

Beim letzten Einkauf im 7-eleven kaufte ich mir einen kleinen Vorrat an Schweppes Manao Soda – ich liebe es – und nahm den Eingangston mit meinem Handy auf. So erinnert mich nun jede eingehende Handynachricht an Thailand. Manche aus meinem Umfeld empfinden diesen Ton komischerweise auch als etwas nervig. Verstehe ich gar nicht.

Tja, so waren 2,5 Wochen rubbeldiekatz vorbei und es ging mit dem öffentlichen, sehr bequemen Vip-Bus in ca 3,5 Std. zum Flughafen nach Bangkok und von dort zurück nach Frankfurt.

Tipp von Thailand mit Kind: Die in unseren Augen beste Thailand-Reise-Karte

Um den nächsten Zug nach Hause zu bekommen, hieß es sich zu beeilen. Ich versuchte im Terminalbus den Zug online zu buchen. Klappte aber nicht. Also flott Richtung Bahnschalter. Auf dem Weg fiel mir erst auf, dass Anna ihr Rucksack fehlte. Also flott zurück. Panik keimte in mir auf…Gepäckstück ohne Besitzer…Flughafensperrung, Räumkommando, verschobene Flüge…die Dollarzeichen rotierten vor meinen Augen. Die nächste Flughafenmitarbeiterin sprach ich an. Die interessierte das wenig. Ich drückte ihr meine Kinder samt Gepäck entgegen und rannte zurück zum Terminalbus. Dem ersten Busfahrer erklärte ich mein Dilemma, der mich anraunzte, ich solle im Bus hinter ihm fragen, der sei schon aus dem Verkehr gezogen und das sei verboten, ich müsse aufpassen. Reuig bedankte ich mich, eilte zum nächsten Bus und erklärte mich erneut. Dieser Fahrer sagte, dass der Sicherheitsdienst bereits informiert sei und nun ein Ablauf in Gang gesetzt sei. Ich erkundigte mich freundlich, ob es nicht möglich sei, mir einfach den Rucksack zu geben und beschrieb diesen. Der Busfahrer gab nach, sagte, ich solle ihn mir nehmen, öffnete die Tür und meinte, er kläre den Mist dann mit dem Sicherheitsdienst. Puh, Schwein gehabt! Ich eilte noch immer mit einem hohen Puls und trotzdem maßlos erleichtert zurück zu meinen Kindern.


Thailand mit Kind empfiehlt: Reiseführer als Ebook oder richtiges Buch: 555 Tipps für Bangkok – Thailands bunte Hauptstadt


Wir schafften es in letzter Minute ein Ticket zu kaufen und fuhren gemütlich mit dem Zug zurück, der zum Glück fünf Minuten Verspätung hatte, denn sonst hätten wir ihn nicht mehr bekommen.

Der Reiseführer Faszination Thailand (Tipp von Thailand mit Kind) als E-Book für ca 6€ runterladen. Bei Nichtgefallen, gibt es das Geld zurück.

Fazit dieser Reise: Immer wieder!

Die Kinder und auch ich lernen so viel. Wir wachsen über uns selbst hinaus, lernen Neues kennen, von neuen Menschen über Kulturen, wagen uns an Sachen heran, machen neue Schritte. Das bereichert so sehr. Jede Reise, die gemacht werden kann, sollte gemacht werden. Egal wohin! Und trotzdem immer wieder gerne nach Thailand.

Warum für mich gerade Thailand?
Wegen der freundlichen, hilfsbereiten Thais, der sehr guten Infrastruktur, der vielen Möglichkeiten, der schönen Strände und auch wegen des günstigen Preises. Diese Reise kostete uns mit Zugfahrten (auch der in Deutschland), Flügen, Unterkünften, Essen, Getränke, Eintrittsgelder, Shopping, einfach mit allem: 2200€!

Reisebericht aus den Sommerferien 2018, 13.7. – 3.8.2018

von Britta Kroesen

Tipp von Thailand mit Kind: Holt Euch einen Teil eurer Reisekosten zurück!

3 thoughts on “Thailand – Leben mit Erfahrung pur

  • Ein wunderbar geschriebener Reisebericht. Beim lesen fühlt man die Liebe und Hingabe zum Land und zu den Menschen. Ja, Reisen, egal wohin, aber am liebsten nach Thailand, das schärft die Sinne, macht gierig auf Wissen und öffnet das Herz.

  • Ganz faszinierend, Bitte schreibe mehr solche Berichte. Vielen Dank dafür.
    Fahren im April das erste mal mach Puket, sind ganz aufgeregt.
    Grüße Yvonne

Kommentar verfassen